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Krebsarten
 

  • Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 520.000 Menschen neu an Krebs.
  • Doch Krebs ist nicht gleich Krebs: Es gibt viele verschiedene Krebsarten, die sich in Ursachen, Diagnostik, Therapie, Nachsorge und Prognose teils erheblich unterscheiden.
  • Diese Übersicht stellt diejenigen Krebsarten in Kurzprofilen vor, die das NCT in Studien untersucht und erläutert ihre Besonderheiten.

Krebs entsteht, wenn sich Zellen des eigenen Körpers verändern. Diese Zellen erfüllen dann ihre ursprüngliche Aufgabe nicht mehr – zum Beispiel als Leber-, Lungen- oder Hautzelle. Stattdessen vermehren sie sich unkontrolliert und können in gesundes Gewebe einwachsen. Dadurch können Gewebe und Organe ihre Funktion nicht mehr richtig erfüllen. Schreitet die Erkrankung fort, kann sie lebensbedrohlich werden.

Tumorerkrankungen

Viele Krebsarten wachsen zunächst als Geschwulst an einer bestimmten Stelle im Körper. Fachleute sprechen dann von einem „soliden Tumor“. Je nachdem, aus welchem Gewebe sie entstehen, unterscheidet man verschiedene Gruppen:

  • Karzinome: Sie entstehen aus Gewebe, das die inneren und äußeren Oberflächen des Körpers bedeckt. Dazu gehören zum Beispiel Haut, Schleimhäute und Drüsengewebe. Die häufigste Form von Lungenkrebs heißt Bronchialkarzinom, Brustkrebs wird auch Mammakarzinom genannt. Etwa 8 von 10 Menschen mit einer bösartigen Tumorerkrankung haben ein Karzinom.
  • Sarkome: Sie entwickeln sich aus Binde- und Stützgeweben wie Fettgewebe, Muskeln, Sehnen, Knorpel oder Knochen. Ein Beispiel ist das Osteosarkom, ein bösartiger Knochentumor. Sarkome sind selten und betreffen etwa 1 von 100 Krebserkrankten.
  • Blastome: Blastome entstehen aus unreifen (embryonalen) Vorläuferzellen. Sie treten vor allem bei Kindern auf. Ein Beispiel ist das Neuroblastom. 

Krebs ohne „festen Tumor“

Es gibt auch Krebserkrankungen, die von Anfang an nicht auf eine einzelne Stelle im Körper begrenzt sind. Sie betreffen das Blut oder das lymphatische System. Dazu gehören die Leukämien und Lymphome. Weil Blut- und Lymphzellen im Körper zirkulieren, können sich die krankhaft veränderten Zellen rasch im ganzen Körper ausbreiten.

Seltene Krebserkrankungen

Neben häufigen Krebsarten gibt es auch seltene Krebserkrankungen. Von einer seltenen Krebsart sprechen Fachleute, wenn weniger als 6 von 100.000 Menschen pro Jahr daran erkranken. Insgesamt sind etwa 200 verschiedene seltene Krebserkrankungen bekannt. Zusammengenommen wird geschätzt, dass rund ein Viertel aller Krebserkrankten an einem seltenen Tumor leidet.

Gut zu wissen

Das NCT untersucht seltene Krebsarten beispielsweise in den Studien MASTER und RATIONALE.

Eine Krebserkrankung kann aus unterschiedlichen Gründen als selten gelten. Manchmal handelt es tatsächlich um eine eigenständige Tumorart oder um eine besondere Unterform, die nur wenige Menschen betrifft. In anderen Fällen liegt es an besonderen Umständen, dass eine Krebserkrankung als selten gilt:

  • Der Tumor ist in einem Organ oder Gewebe entstanden, das selten von der Krebserkrankung betroffen ist.
  • Die betroffene Person befindet sich in einer besonderen Lebenssituation, etwa bei einer Krebserkrankung während der Schwangerschaft.
  • Die Krebsart tritt in einer seltenen Situation (Alter, Geschlecht) auf, zum Beispiel Brustkrebs beim Mann.

Warum die Krebsart so wichtig ist

Was Ärzte bei der Diagnostik untersuchen müssen und welche Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen, hängt entscheidend von der jeweiligen Krebsart ab. Ob die Patientin oder der Patienten an einer klinischen Studie teilnehmen kann, wird ebenfalls meist anhand der Krebsart und der Erkrankungssituation entschieden.
 

Mehr beim Krebsinformationsdienst


Ausführliche Informationen zu einzelnen Krebsarten erhalten Sie auf der Website des Krebsinformationsdienstes.

Für Fragen zu ihrer persönlichen Situation oder für weiterführende Informationen könne Sie kostenlos die Ärztinnen und Ärzte vom Krebsinformationsdienst kontaktieren:

NCT Studien zu Brustkrebs

Das NCT untersucht Brustkrebs in folgenden Studien

Über die Erkrankung

Brustkrebs ist eine Erkrankung, bei der sich Zellen der Brustdrüse unkontrolliert vermehren und einen bösartigen Tumor bilden. Das Fachwort dafür lautet "Mammakarzinom".

Wie viele bösartige Tumoren kann sich auch Brustkrebs im Körper ausbreiten. Dabei können sich Krebszellen vom ursprünglichen Tumor lösen und über die Gewebsflüssigkeit oder das Blut in andere Körperregionen gelangen. Dort können sie sogenannte Metastasen bilden.

Brustkrebs ist in Deutschland die mit Abstand häufigste Krebserkrankung. Laut Robert Koch-Institut erkranken jährlich rund 76.000 Frauen daran. Etwa jede 8. Frau erkrankt im Laufe des Lebens. Männer sind nur sehr selten betroffen: In Deutschland erkranken jährlich etwa 750 Männer an Brustkrebs.

Fachleute unterscheiden:

  • örtlich begrenzten (frühen) Brustkrebs:
    Der Tumor ist auf die Brust begrenzt. Möglicherweise hat er sich schon auf nahegelegene Lymphknoten ausgebreitet. Er ist meist gut behandelbar und oft heilbar.
  • lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Brustkrebs:
    Der Krebs hat sich in benachbarte Körperbereiche ausgebreitet und / oder in anderen Organen Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet. Metastasierter Brustkrebs ist in der Regel nicht heilbar, lässt sich aber oft über längere Zeit gut behandeln.

Wichtige Fakten zu Brustkrebs:

  • Es gibt verschiedene Arten von Brustkrebs.
  • Brustkrebs verläuft nicht bei allen Patientinnen und Patienten gleich.
  • Die biologischen Eigenschaften des Tumors können sich von Patientin zu Patient stark unterscheiden: Diese Eigenschaften beeinflussen den Krankheitsverlauf, die Behandlungsmöglichkeiten und die Prognose.

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Auf der Website des Krebsinformationsdienstes finden Sie weitere Informationen. Gerne können Sie den Ärztinnen oder Ärzten vom Krebsinformationsdienst kostenlos Ihre persönlichen Fragen stellen:

NCT Studien zu CLL

Das NCT untersucht CLL in folgenden Studien

Die chronische lymphatische Leukämie, kurz CLL, ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems. Dazu gehören unter anderem die Lymphknoten, die Milz und das Knochenmark. 

Bei der CLL sind bestimmte weiße Blutzellen betroffen, die sogenannten reifen B-Lymphozyten. Deshalb wird die Erkrankung auch als B-CLL bezeichnet. Diese veränderten Zellen vermehren sich langsam und können gesunde Blutzellen verdrängen.

Warum heißt die Erkrankung Leukämie? Die CLL zählt eigentlich nicht zu den klassischen Leukämien, sondern zu den langsam wachsenden (indolenten) Lymphomen. Das Wort "Leukämie" heißt übersetzt "weißes Blut". Der Begriff „Leukämie“ wird verwendet, weil die veränderten Lymphozyten bei der CLL nicht bevorzugt in den Organen des Lymphsystems, sondern immer in großer Anzahl im Blut nachweisbar sind.

Die CLL ist die häufigste Form von Blutkrebs. In Deutschland erkranken jährlich schätzungsweise etwa 5.000 Menschen neu daran. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen.

Wichtige Fakten zu CLL:

  • Die CLL verläuft bei vielen Betroffenen über lange Zeit stabil und meist sehr langsam.
  • Nicht jede Patientin und jeder Patient benötigt eine Behandlung.
  • Eine Therapie wird erst begonnen, wenn die Erkrankung Beschwerden verursacht und aktiv wird, also sich die Blutwerte verschlechtern oder Milz und Lymphknoten deutlich größer werden.
  • Der Krankheitsverlauf und die Prognose können individuell sehr unterschiedlich sein.
  • In frühen Stadien ist die Lebenserwartung oft kaum eingeschränkt.

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NCT Studien zu Darmkrebs

Das NCT untersucht Darmkrebs in folgenden Studien

Über die Erkrankung

Bei Darmkrebs bildet sich ein bösartiger Tumor im Darm. Am häufigsten ist das sogenannte kolorektale Karzinom. Es entsteht im Dickdarm (Kolon) oder im Enddarm (Rektum), den letzten Abschnitten des Verdauungssystems. 

Meistens entwickelt sich Darmkrebs aus Drüsenzellen der Darmschleimhaut. Diese Tumoren werden Adenokarzinome genannt. Im weiteren Verlauf kann der Tumor in tiefere Gewebeschichten einwachsen und sich auf benachbarte Organe ausbreiten. Metastasen entstehen vor allem in der Leber, der Lunge und im Bauchfell.

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten: Bei Frauen ist es die zweithäufigste und bei Männern die dritthäufigste Tumorerkrankung. Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 55.000 Personen. Viele Betroffene sind bereits älter, wenn sie an Darmkrebs erkranken, es gibt aber auch jüngere Darmkrebspatientinnen und -patienten. Bei manchen von ihnen liegt eine erbliche Form von Darmkrebs in der Familie.

Wichtige Fakten zu Darmkrebs:

  • Darmkrebs entsteht häufig aus gutartigen Vorstufen (Polypen). Erkennt man sie bei der Vorsorge mit einer Darmspiegelung und entfernt sie, lässt sich verhindern, dass daraus Darmkrebs entsteht.
  • Wird Darmkrebs früh erkannt, sind die Heilungsaussichten gut.
  • Zur Behandlung stehen verschiedene Therapien zur Verfügung, zum Beispiel Operation, Chemotherapie, Bestrahlung, zielgerichtete Medikamente und Immuntherapie.
  • Welche Behandlung geeignet ist, hängt vom Krankheitsstadium, den Eigenschaften des Tumors, dem Gesundheitszustand der Patientin oder des Patienten sowie von persönlichen Wünschen der Betroffenen ab.

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NCT Studien zu Eierstockkrebs

Das NCT untersucht Eierstockkrebs in folgenden Studien

Über die Erkrankung

Eierstockkrebs ist ein bösartiger Tumor der weiblichen Fortpflanzungsorgane. Der Krebs kann in den Eierstöcken entstehen, aber auch in den Eileitern oder im Bauchfell. Jedes Jahr erkranken in Deutschland zirka 7.000 Frauen und 1 von 74 Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens an Eierstockkrebs.

Die Eierstöcke und Eileiter bestehen aus unterschiedlichen Gewebe- und Zellarten, aus denen sich Krebs entwickeln kann. Deshalb gibt es verschiedene Formen von Eierstockkrebs. Etwa 9 von 10 bösartigen Tumoren gehen von der obersten Zellschicht der Eierstöcke oder der Eileiter aus. Diese häufigste Form wird auch als Ovarialkarzinom bezeichnet.

Eierstockkrebs wird unterteilt, je nachdem, wie stark der Tumor sich ausgebreitet hat:

  • Ein örtlich begrenzter Tumor (Stadium I–II) betrifft einen oder beide Eierstöcke oder ist auf die Organe und Gewebe im Becken beschränkt.
  • Ein fortgeschrittener Tumor (Stadium III–IV) hat sich auf Organe und Gewebe außerhalb des Beckens oder auf weiter entfernte Organe ausgebreitet.

Wichtige Fakten zu Eierstockkrebs

  • Eierstockkrebs macht zu Beginn oft keine Beschwerden.
  • Daher wird die Erkrankung häufig erst in fortgeschrittenen Stadien erkannt: Etwa 3 von 4 Tumoren werden im Stadium III oder IV diagnostiziert.
  • Die endgültige Diagnose wird erst während einer Operation gesichert, die gleichzeitig den Beginn der Therapie darstellt.
  • In der Regel folgt auf die Operation eine Chemotherapie. Auch zielgerichtete Krebsmedikamente können Teil der Behandlung sein.

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Über die Erkrankung

Leberkrebs ist ein bösartiger Tumor, der direkt in der Leber entsteht (primärer Lebertumor). Die häufigste Form ist das hepatozelluläre Karzinom (HCC). Es entwickelt sich aus Leberzellen und macht den Großteil aller Leberkrebserkrankungen aus. 

Daneben gibt es Tumoren der Gallengänge innerhalb der Leber, sogenannte intrahepatische Gallengangskarzinome, sowie seltenere Formen wie Sarkome. 

Wichtig ist die Abgrenzung zu Lebermetastasen: Diese sind Absiedlungen von Tumoren aus anderen Organen und zählen nicht zu den primären Lebertumoren. Sie sind sehr viel häufiger als primäre Tumoren der Leber. Für die Behandlung ist es wichtig zu wissen, ob man an Leberkrebs oder an Lebermetastasen erkrankt ist.

Leberkrebs ist selten. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 9.700 Menschen an einem primären Lebertumor. 

Wichtige Fakten zu Leberkrebs

  • In der Leber können verschiedene Tumorarten vorkommen.
  • Bei fast allen Betroffenen entsteht Leberkrebs in einer vorgeschädigten Leber: Bei etwa 9 von 10 Betroffenen liegt eine langjährige Vorerkrankung der Leber zugrunde.
  • Wird Leberkrebs sehr früh erkannt, besteht eine Chance auf Heilung.
  • Ist die Erkrankung fortgeschritten oder die Leberfunktion stark eingeschränkt, ist eine Heilung meist nicht mehr möglich. Ärztinnen und Ärzte können jedoch das Tumorwachstum verlangsamen und Beschwerden lindern. Dafür kommen neben örtlichen Therapien in der Leber vor allem Medikamente der Immuntherapie oder der zielgerichteten Therapien infrage.

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NCT Studien zu Lymphomen

Das NCT untersucht Lymphome in folgenden Studien

Über die Erkrankung

Unter dem Begriff „Maligne Lymphome“ werden verschiedene bösartige Erkrankungen des lymphatischen Systems zusammengefasst. Umgangssprachlich spricht man auch von Lymphdrüsenkrebs. Wörtlich bedeutet Lymphom „Lymphknotenschwellung“. 

Das lymphatische System ist im ganzen Körper verteilt.Zu diesem System gehören Gefäße, Organe und Zellen, die für die Abwehr von Krankheitserregern wichtig sind. In den primären lymphatischen Organen – Thymus und Knochenmark – reifen die Lymphozyten, eine Untergruppe der weißen Blutzellen. Bei malignen Lymphomen entarten reife Lymphozyten oder deren Vorläufer (Lymphoblasten) und vermehren sich unkontrolliert.

Es gibt über 30 verschiedene Formen von Lymphomerkrankungen: Die Weltgesundheitsorganisation unterscheidet Lymphome heute vor allem nach dem veränderten Zelltyp. Beispiele sind das Hodgkin-Lymphom, das follikuläre Lymphom, das diffuse großzellige Lymphom, dass Mantelzell-Lymphom und die chronische lymphatische Leukämie (CLL)

Wichtig ist die Abgrenzung zu Lymphknotenmetastasen: Dabei handelt es sich um Absiedlungen anderer Tumoren in Lymphknoten und nicht um ein malignes Lymphom. Beispielsweise können sich bei Brustkrebs Tumorzellen über das Lymphsystem im Körper ausbreiten und in Lymphknoten ansiedeln.

Wichtige Fakten zu malignen Lymphomen

  • In der Praxis hört man noch oft den Begriff "Non-Hodgkin-Lymphom". Damit sind alle Lymphome gemeint, die kein Hodgkin-Lymphom sind. Fachleute nutzen diesen Begriff aber kaum noch, sondern unterteilen Lymphome genauer, in Abhängigkeit vom veränderten Zelltyp.
  • Gesondert eingeteilt werden darüber hinaus sogenannte Plasmazellerkrankungen. Plasmazellen sind reife B-Zellen mit besonderen Aufgaben. Zu den Plasmazellerkrankungen gehört das Multiple Myelom.
  • Es gibt Lymphomarten, die sehr langsam verlaufen und solche, die sehr rasch voranschreiten.
  • Aggressive Formen müssen sofort und intensiv behandelt werden. Dann sind die Heilungschancen gut.
  • Langsam verlaufende Lymphome erfordern oft erst bei Beschwerden eine Therapie. Sie lassen sich durch eine Behandlung meist gut zurückdrängen. Dauerhaft heilbar sind sie in der Regel nicht.
  • Die genaue Unterform bestimmt die Therapie.

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NCT Studien zu Magenkrebs

Das NCT untersucht Magenkrebs in folgenden Studien

Über die Erkrankung

Magenkrebs ist eine bösartige Tumorerkrankung des Magens. Er entsteht, wenn Zellen der Magenwand unkontrolliert wachsen und sich vermehren. Der Tumor kann weiter in das umliegende Gewebe einwachsen und dieses schädigen. 

In den meisten Fällen entwickelt sich Magenkrebs aus den Drüsenzellen der Magenschleimhaut. Fachleute sprechen dann von einem Adenokarzinom des Magens. Seltener kommen andere Krebsarten im Magen vor. Beispiele sind undifferenzierte Karzinome oder Plattenepithelkarzinome. Befindet sich der Tumor am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen, wird er als Adenokarzinom des ösophagogastralen Übergangs (kurz: AEG) bezeichnet.

Schreitet die Erkrankung fort, können sich einzelne Zellen aus dem Tumor ablösen und Metastasen bilden. Bei Magenkrebs bilden sich Metastasen meistens in Bauchfell, Lunge oder Leber.

Abgrenzung zu anderen Tumoren des Magens
Nicht jede Krebserkrankung im Magen ist Magenkrebs im engeren Sinne. Auch andere Tumorarten können dort entstehen, etwa Weichgewebesarkome wie gastrointestinale Stromatumoren (GIST), MALT-Lymphome oder neuroendokrine Tumoren.

Wichtige Fakten zu Magenkrebs

  • Eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori ist der wichtigste bekannte Risikofaktor für Magenkrebs.
  • Zu Beginn verursacht die Erkrankung häufig keine oder nur unspezifische Beschwerden.
  • Die Erfolgsaussichten der Behandlung hängen stark vom Krankheitsstadium ab.
  • Wird der Tumor früh erkannt, sind die Heilungschancen gut.

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NCT Studien zu Mantelzell-Lymphomen

Das NCT untersucht Lymphome in folgenden Studien

Das Mantelzell-Lymphom ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems und zählt zu den bösartigen Lymphomen. Zum Lymphsystem gehören Gefäße, Organe und Zellen, die für die Abwehr von Krankheitserregern wichtig sind. 

Die Erkrankung entsteht aus bestimmten weißen Blutzellen, den reifen B-Lymphozyten. Beim Mantelzelllymphom vermehren sich diese Zellen unkontrolliert. Häufig sind nicht nur einzelne Lymphknoten betroffen. Bei vielen Betroffenen breitet sich die Erkrankung auch im Knochenmark und in anderen Organen aus, zum Beispiel im Magen-Darm-Trakt. 

Das Mantelzell-Lymphom gehört zu den seltenen Lymphomerkrankungen. In Europa erkranken jährlich etwa 1 bis 2 von 100.000 Menschen daran. In Deutschland entspricht das ungefähr 1.100 Neuerkrankungen pro Jahr.

Wichtige Fakten zum Mantelzelllymphom

  • Das Mantelzelllymphom gehört zu den aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen.
  • Bei 80 von 100 Betroffenen schreitet die Erkrankung rasch voran und muss schnell behandelt werden. Bei etwa 10 bis 15 von 100 der Betroffenen verläuft sie dagegen langsamer.
  • Durch moderne Therapien lässt sich das Mantelzelllymphom oft über viele Jahre zurückdrängen.
  • Rückfälle der Erkrankung treten jedoch bei vielen Betroffenen auf.

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NCT Studien zu Mundhöhlenkrebs

Das NCT untersucht Krebs der Mundhöhle in folgenden Studien

Über die Erkrankung

Mundhöhlenkrebs ist ein bösartiger Tumor im Kopf-Hals-Bereich. Die Mundhöhle wird vorne durch die Lippen, seitlich durch die Wangen, oben durch den Gaumen und unten durch den Mundboden begrenzt. Nach hinten geht sie in den Rachen über. Die gesamte Mundhöhle ist mit einer Schleimhaut ausgekleidet. Diese besteht aus Plattenepithel.

Etwa 95 von 100 bösartigen Tumoren der Mundhöhle entstehen aus diesen Schleimhautzellen. Sie werden daher als Plattenepithelkarzinome bezeichnet. Grundsätzlich kann jeder Bereich der Mundhöhle betroffen sein. Besonders häufig entstehen Tumoren jedoch an der Zunge oder am Mundboden. In manchen Fällen treten mehrere Tumoren gleichzeitig auf: in der Mundhöhle oder auch anderen Kopf-Hals-Bereichen wie dem Rachen oder Kehlkopf.

Mundhöhlenkrebs ist vergleichsweise häufig. In der Krebsstatistik wird er zusammen mit Rachenkrebs und Speicheldrüsenkrebs erfasst. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts erkrankten im Jahr 2023 in Deutschland um die 13.000 Erwachsene diesen Tumoren. 

Wichtige Fakten zu Mundhöhlenkrebs

  • Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen Tabak- und Alkoholkonsum. Wirken beide Faktoren zusammen, steigt das Erkrankungsrisiko deutlich.
  • Selten können auch Infektionen mit humanen Papillomviren (HPV) eine Rolle spielen.
  • Mundhöhlenkrebs streut häufig zunächst in die Hals-Lymphknoten. Seltener streut der Tumor über das Blut, etwa in Lunge, Leber oder Knochen.

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NCT Studien zu Krebs der Nebennierenrinde

Das NCT untersucht Krebs der Nebennierenrinde in folgenden Studien

Über die Erkrankung

Die Nebenniere ist ein hormonbildendes Organ, das neben der Niere liegt. Sie besteht aus Mark und Rinde, die unterschiedliche Aufgaben haben. Die Nebennierenrinde bildet Hormone, die den Blutdruck und den Mineralhaushalt regulieren, Geschlechtshormone sowie das Stresshormon Cortisol.

Es gibt gutartige und bösartige Tumoren der Nebennierenrinde. Die Mehrheit dieser Tumoren ist gutartig, bildet keine Hormone und wird zufällig bei anderen Untersuchungen entdeckt. Solche Zufallstumoren nennt man Inzidentalome. Bösartige Tumoren der Nebennierenrinde heißen Nebennierenrindenkarzinome. 

Nebennierenrindenkarzinome sind selten. In Deutschland rechnen Fachleute mit etwa 80 bis 120 Neuerkrankungen pro Jahr. Das Nebennierenrindenkarzinom kann in jedem Lebensalter auftreten. Am häufigsten betroffen sind jedoch Vorschulkinder oder Erwachsene zwischen 40 und 60 Jahren.

Wichtige Fakten zum Nebennierenrindenkarzinom

  • Für das Nebennierenrindenkarzinom sind keine besonderen Risikofaktoren bekannt.
  • Bei einem Teil der Betroffenen steht die Erkrankung im Zusammenhang mit erblichen Tumorsyndromen. Das sind genetische Veränderungen, die das Risiko für bestimmte Krebsarten erhöhen können.
  • Der Tumor wächst meist rasch. Im Frühstadium verursacht er selten Beschwerden. Deshalb wird die Erkrankung häufig erst im fortgeschrittenen Stadium festgestellt.
  • Ob Beschwerden auftreten, hängt vor allem davon ab, ob der Tumor Hormone bildet oder so groß ist, dass er auf umliegende Strukturen drückt.
  • Etwa die Hälfte der Nebennierenkarzinome produziert ein Übermaß an Hormonen, das zu Krankheitsanzeichen führt.

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NCT Studien zu Rachenkrebs

Das NCT untersucht Krebs des hinteren Rachens in folgenden Studien

Über die Erkrankung
Als Rachenkrebs bezeichnen Fachleute bösartige Tumoren im Rachenraum. Der Rachen ist ein röhrenförmiger Muskel, der die Mundhöhle, die Nasenhöhle, den Kehlkopf und die Speiseröhre miteinander verbindet. Er ist mit Plattenepithel ausgekleidet und bildet einen Teil des Speise- und des Atemweges. Fachleute teilen den Rachen in 3 Bereiche ein: 

  • den Nasenrachen (Nasopharynx)
  • den Mundrachen (Oropharynx)
  • den Schlundrachen (Hypopharynx)

Rachenkrebs kann in jedem dieser Bereiche entstehen. Mundrachenkrebs (das Oropharynxkarzinom) tritt häufig am Zungengrund oder an den Gaumenmandeln auf. Entsteht der Tumor im Nasenrachenraum hinter der Nasenhöhle, sprechen Ärztinnen und Ärzte von Nasenrachenkrebs oder dem Nasopharynxkarzinom. Entwickelt sich der Tumor im unteren Rachenabschnitt, dem Schlundrachen, wird er als Schlundrachenkrebs oder Hypopharynxkarzinom bezeichnet.

Rachenkrebs gehört zu den häufigeren Tumorerkrankungen im Kopf-Hals-Bereich. In der Krebsstatistik wird er zusammen mit Mundhöhlenkrebs und Speicheldrüsenkrebs erfasst. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts erkrankten im Jahr 2023 in Deutschland um die 13.000 Erwachsene an diesen Tumoren. 

Wichtige Fakten zu Rachenkrebs

  • Rauchen und hoher Alkoholkonsum erhöhen das Erkrankungsrisiko. Das Risiko steigt insbesondere bei Menschen, die stark rauchen und gleichzeitig viel Alkohol trinken.
  • Humane Papillomaviren (HPV) spielen vor allem bei der Entstehung von Mundrachenkrebs eine Rolle.
  • Bei Mundrachen- und Schlundrachenkarzinomen sind häufig bereits bei der Diagnose Lymphknoten betroffen.

Der Krankheitsverlauf und die Behandlung hängen von verschiedenen Faktoren ab: unter anderem, wie groß der Tumor ist, wie aggressiv er wächst und wie weit sich die Erkrankung bereits im Körper ausgebreitet hat.

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NCT Studien zu Speicheldrüsenkrebs

Das NCT untersucht Speicheldrüsenkrebs in folgenden Studien

Über die Erkrankung

Speicheldrüsenkrebs ist eine bösartige Tumorerkrankung der Speicheldrüsen. Diese Drüsen bilden Speichel, der die Mundhöhle befeuchtet und für die Verdauung wichtig ist. 

Im Kopfbereich gibt es große und kleine Speicheldrüsen. 

  • Die großen Speicheldrüsen liegen jeweils auf der linken und rechten Seite des Kopfes. Dazu gehören die Ohrspeicheldrüsen, die Unterkieferspeicheldrüsen und die Unterzungenspeicheldrüsen.
  • Daneben befinden sich zahlreiche kleine Speicheldrüsen in der Schleimhaut der Mundhöhle, zum Beispiel im Gaumen, in den Wangen, in der Lippe oder an der Zungenspitze. Auch in der Schleimhaut des Rachens kommen sie vor.

Speicheldrüsenkrebs kann grundsätzlich in allen diesen Drüsen entstehen.

Speicheldrüsenkrebs ist eine seltene Erkrankung. In Deutschland erkranken jedes Jahr knapp 1.000 Menschen an Krebs der großen Speicheldrüsen. Krebs kann auch in den kleinen Speicheldrüsen entstehen, genaue Zahlen dazu sind jedoch nicht bekannt. 

Wichtige Fakten zu Speicheldrüsenkrebs

  • Am häufigsten entsteht Speicheldrüsenkrebs in der Ohrspeicheldrüse.
  • Es gibt mehr als 20 verschiedene Formen von Speicheldrüsenkrebs.
  • Die verschiedenen Arten unterscheiden sich vor allem durch ihren Zelltyp.
  • Eindeutige Symptome gibt es nicht. Hinweise auf eine Erkrankung können jedoch Schwellungen der Speicheldrüsen, geschwollene Lymphknoten im Halsbereich oder Veränderungen der Mundschleimhaut sein.

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NCT Studien Weichgewebesarkome

Das NCT untersucht Unterformen der Weichgewebesarkome in folgenden Studien

Über die Erkrankung

Der Begriff „Sarkom“ umfasst zwei Gruppen von Tumoren: Weichgewebesarkome und Knochensarkome.

Weichgewebesarkome sind bösartige Tumoren, die im Fett-, Muskel- und Bindegewebe entstehen. Auch in Blutgefäßen oder Lymphbahnen können sie sich entwickeln. Daher können Weichgewebesarkome grundsätzlich überall im Körper auftreten. Ein anderer Begriff für diese Krebserkrankung ist „Weichteilsarkom“.

Weichgewebesarkome gehören zu den seltenen Krebserkrankungen. Statistiken zufolge erkrankten im Jahr 2023 etwa 4.500 Menschen in Deutschland. Zu den häufigeren Unterformen zählen Liposarkome, Leiomyosarkome und undifferenzierte pleomorphe Sarkome.

Wichtige Fakten zu Weichgewebesarkomen

  • Weichgewebesarkome müssen von gutartigen Tumoren in den Weichteilen abgegrenzt werden. Sie kommen mindestens 100-mal häufiger vor als Sarkome.
  • Unter den Weichgewebesarkomen unterscheiden Fachleute mehr als 100 verschiedene Unterformen.
  • Am häufigsten treten Sarkome in Armen und Beinen auf (etwa 43 von 100 Weichgewebesarkomen). Ein Drittel betrifft innere Organe im Bauchraum oder hinter dem Bauchfell.
  • Sarkome können Metastasen bilden, häufig in der Lunge. Metastasen können je nach Unterart auch in Leber, Knochen oder Lymphknoten auftreten.

Wie sich die Erkrankung entwickelt und wie sie behandelt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehört die genaue Unterart, die Größe des Tumors und wie weit sich die Erkrankung im Körper ausgebreitet hat. Auch der allgemeine Gesundheitszustand der Patientinnen und Patienten spielt eine wichtige Rolle.

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Informationen zu den Krebsarten stammen aus den ärztlichen Behandlungsleitlinien im Leitlinienprogramm Onkologie oder den Onkopedia-Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO) sowie „Krebs in Deutschland für 2021-2023“ des Robert Koch-Instituts.