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NAVIGATORR-Studie


Übersicht

  • An der NAVIGATORR-Studie können Patientinnen und Patienten ab 18 Jahren mit bestimmten Kopf-Hals-Tumoren im Mittelgesicht, Oberkiefer oder an der Schädelbasis teilnehmen.
  • Voraussetzung ist, dass der Tumor in einer Operation entfernt werden kann und anschließend eine Bestrahlung vorgesehen ist.
  • Das Hauptziel der NAVIGATORR-Studie ist, Kopf-Hals-Tumoren mithilfe einer neuen Technik so präzise zu entfernen, dass die Schnittränder tumorfrei sind. Die während der OP gewonnenen Daten sollen zudem dabei helfen, die nachfolgende Bestrahlung individueller für einen Patienten / eine Patientin zu planen.

Studienstatus: Die Studie nimmt aktuell Patientinnen und Patienten auf (Rekrutierung offen).

Um Kopf-Hals-Tumoren in einem frühen Stadium zu heilen, muss der Tumor vollständig entfernt werden. Fachleute bezeichnen ein solches Ergebnis nach einer Operation als R0-Resektion.

Um das Rückfallrisiko zu senken, kann nach der OP manchmal auch eine Bestrahlung nötig sein. Bislang planen Strahlentherapeuten den Bereich der Bestrahlung und die Strahlendosis anhand der schriftlichen OP- und Pathologieberichte. Damit können sie das ehemalige Tumorgebiet und eventuell vorhandene Tumorreste aber nicht genau lokalisieren. Die Folge: das Bestrahlungsfeld wird größer geplant und Patienten erhalten eine höhere Strahlendosis.

Warum ist es schwer einen Kopf-Hals-Tumor vollständig zu entfernen?

Im Kopf-Hals-Bereich liegen viele empfindliche Organe und Strukturen wie Augen und Nerven nah beieinander. Eine Operation und die nachfolgende Strahlentherapie können dort also nicht nur das Körperbild, sondern auch Funktionen wie Sprechen, Kauen oder Schlucken beeinflussen.

Das wollen Forschende mit der NAVIGATORR-Studie erreichen: 

Die Operation von Kopf-Hals-Tumoren mithilfe einer neuen Technik noch präziser machen, um möglichst viel gesundes Gewebe zu schonen und Langzeitfolgen oder Spätfolgen im Kopf-Hals-Bereich zu verringern. Mit dieser Technik gewinnen sie während der OP zudem Informationen, mit der eine zielgenaue Bestrahlungsplanung möglich ist. 

An der NAVIGATORR-Studie können Patientinnen und Patienten mit verschiedenen Kopf-Hals-Tumoren im Mittelgesicht, Oberkiefer oder an der Schädelbasis teilnehmen. Dazu gehören 

  • eine bestimmte Form von Mundhöhlenkrebs – das sogenannte orale Plattenepithelkarzinom (OSCC)
  • seltenere bösartige Speicheldrüsentumoren: das sogenannte adenoid-zystische Karzinom (ACC), das Mukoepidermoidkarzinom (MEC) oder das Adenokarzinom der Speicheldrüse (AC) 

Gut zu wissen

Die oralen Plattenepithelkarzinome machen zusammen mit den Speicheldrüsentumoren den größten Teil aller Krebserkrankungen im Kopf- und Halsbereich aus. 

Welche weiteren Voraussetzungen erfüllt sein müssen, lesen Sie im Abschnitt Für wen ist die Studie geeignet?.

Was ist das Ziel der NAVIGATORR-Studie?

NAVIGATORR ist die Abkürzung für den englischen Studientitel "Multiparametric imaging-based intraoperative navigation for guidance of surgical resection and postoperative radiotherapy in patients with head-and-neck tumors". Er beschreibt die Operation und anschließende Bestrahlung von Kopf-Hals-Tumoren mit einer neuen bildgestützten Navigationstechnik. 

Ziele der NAVIGATORR-Studie

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen mit der NAVIGATORR-Studie verschiedene Ziele erreichen: 

  • Operationsergebnisse verbessern – Kopf-Hals-Tumoren sollen mit der bildgestützten Navigations-Technik gezielter als bisher entfernt werden können, also ohne zurückbleibende Krebszellen. Dadurch wird das Risiko für einen Krankheitsrückfall verringert.
  • Individuellere Bestrahlungsplanung nach der OP – Während der Operation können mit der neuen Technik wichtige Informationen gewonnen werden. Das ermöglicht, die anschließende Bestrahlung individueller für Patientinnen und Patienten zu planen. Dadurch können Bereiche mit verbliebenen Krebszellen gezielter bestrahlt und gesundes und empfindliches Gewebe besser geschont werden.
  • Zellveränderungen nach der Bestrahlung untersuchen – Forschende wollen in der NAVIGATORR-Studie auch untersuchen, wie sich gesunde Körperzellen nach der Strahlentherapie verändern. Dafür machen sie verschiedene genetische Untersuchungen an gesundem Schleimhautgewebe. Das Wissen darüber kann dabei helfen, Nebenwirkungen nach einer Bestrahlung bei Kopf-Hals-Tumoren besser zu verstehen und neue Behandlungen dagegen zu entwickeln.
  • Neues Nachsorgekonzept entwickeln  Die Forschenden wollen herausfinden, ob zusätzliche neuartige Untersuchungen, beispielsweise in Blutproben, dabei helfen, den Erfolg der Therapie besser zu überwachen. Ziel ist es, einen Krankheitsrückfall frühzeitiger als mit bisherigen Methoden zu erkennen und dadurch eine Behandlung mit dem erneuten Ziel der Heilung zu ermöglichen.

Für wen ist die Studie geeignet?

Patientinnen und Patienten können an der NAVIGATORR-Studie teilnehmen, wenn alle unten genannten Kriterien erfüllt sind:

  • Der Tumor ist im Bereich des Mittelgesichts, des Oberkiefers oder der Schädelbasis: dazu gehören sogenannte orale Plattenepithelkarzinome und seltenere Schilddrüsentumoren (Adenokarzinome, Mucoepidermoidkarzinome oder Adenoidzystische Karzinome).
  • Der oder die Teilnehmende ist 18 Jahre alt oder älter.
  • Der oder die Betroffene braucht gelegentlich fremde Hilfe, ist im Alltag aber überwiegend selbstständig. Fachleute bewerten dieses Ausmaß an körperliche Beeinträchtigung mit dem sogenannten Karnofsky Performance Score von mindestens 60 % oder mehr.
  • Das Ärzte-Team empfiehlt nach dem multidisziplinären Tumorboard eine Operation zur Entfernung des Tumors. Es ist zudem wahrscheinlich, dass nach der OP eine Bestrahlung folgt.
  • Frauen im gebärfähigen Alter wenden eine zuverlässige Verhütungsmethode an.
  • Alle Teilnehmenden haben die NAVIGATORR-Studie erklärt bekommen, verstehen die Inhalte und individuellen Folgen einer Teilnahme und haben schriftlich zugestimmt, daran teilzunehmen.


Wenn einer der folgenden Punkte zutrifft, ist eine Teilnahme an der NAVIGATORR-Studie nicht möglich:

  • Die Patientin oder der Patient erfüllt die oben genannten Voraussetzungen für die Studie nicht.
  • Eine Patientin ist schwanger oder stillt.
  • Der Patient oder die Patientin nimmt bereits an einer anderen klinischen Studie teil.

Die NAVIGATORR-Studie ist eine prospektive, multizentrische und einarmige Machbarkeitsstudie.

  • In einer Machbarkeitsstudie können Forschende eine Behandlungsmethode an einer kleineren Patientengruppe untersuchen. Bei der NAVIGATORR-Studie geht es darum, die operative Entfernung des Tumors und anschließende Strahlenbehandlung mit einer neuen bildgestützten Navigationstechnik weiterzuentwickeln.
  • Prospektiv heißt, dass diese Behandlungsmethode über einen bestimmten Zeitraum nach einem festgelegten Vorgehen durchgeführt wird. Danach bewerten Forscherinnen und Forscher anhand der gesammelten Daten, wie wirksam diese neue Behandlungsmethode im Vergleich zur aktuellen Standardbehandlung ist und welche Folgen und Nebenwirkungen damit einhergehen.
  • In einer einarmigen Studie erhalten alle Teilnehmenden die gleiche Behandlung.
  • Multizentrisch bedeutet, dass Patientinnen und Patienten an mehreren Studienzentren in Deutschland an der Studie teilnehmen können.

Zum Weiterlesen

Welche Studientypen es gibt, wie sie sich unterscheiden und welche Vor- und Nachteile sie haben, lesen Sie in unserem Übersichtstext zu klinischen Studien.

Ablauf für Patientinnen und Patienten

(1) Vorstellung am Studienzentrum und erste Untersuchungen

Ist die Patientin oder der Patient angemeldet und für die NAVIGATORR-Studie geeignet, werden sie am zuständigen Studienzentrum zunächst untersucht. 

Zum Weiterlesen

Wie man sich für NAVIGATORR anmelden kann, finden Sie im gleichnamigen Abschnitt.

Wenn nach der Eingangsuntersuchung einer Studienteilnahme nichts entgegensteht, erklären die Studienärzte ausführlich wie die NAVIGATORR-Studie abläuft. Wer an der Studie teilnehmen möchte, muss im Anschluss eine schriftliche Einwilligungserklärung abgeben. Dabei können Patienten auch angeben, ob sie über eventuell zusätzlich gefundene erbliche Krankheitsrisiken informiert werden möchten.

Nach der Einwilligung folgen erste Untersuchungen im Rahmen der NAVIGATORR-Studie: Dazu gehören beispielsweise bildgebende Untersuchungen (Computertomographie, CT, und multiparametrische Magnetresonanztomographie, kurz mpMRT) sowie Blutuntersuchungen. Mit den Aufnahmen aus den bildgebenden Untersuchungen können die Studienärzte die Operation im Vorfeld sorgfältig planen.

(2) Operation

Den Tumor entfernt eine Chirurgin oder ein Chirurg mithilfe eines bildgestützten Navigationssystems: Es enthält die zuvor aufgenommenen CT- und MRT-Bilder. Dadurch wissen Operateure bis auf 1 Millimeter genau, wie weit sie den Tumor bereits entfernt haben. 

Mit der neuen Technik können die Chirurgen während der OP auch sogenannte „Tumorresektionskarten“ (englischer Begriff: tumor resection maps) setzten. Damit markieren sie die genauen Stellen der Gewebeproben, die sie nach Entfernung des Tumors von den Operationsrändern entnehmen. 

Diese digitalen Markierungen helfen Pathologinnen oder Pathologen, die die Gewebeproben auf Krebszellen untersuchen, und den Ärzten, die im Anschluss an die Operation die Bestrahlung planen. 

Gut zu wissen

Während der OP werden zusätzlich zum Tumorgewebe auch Gewebeproben aus der gesunden Schleimhaut entnommen. Sie dienen als Vergleich für später entnommene Gewebeproben im Rahmen der Nachsorge. Alle diese Proben nutzen die Forschenden auch für spezielle genetische Untersuchungen. Dadurch können sie die molekularen Mechanismen des jeweiligen Tumors besser verstehen und herausfinden, wie sich die Bestrahlung auf gesundes Gewebe auswirkt. 

(3) Untersuchungen nach der OP

Nach der Operation erhalten die Teilnehmenden einen Termin am jeweiligen Studienzentrum. Dort werden sie erneut von Studienärztinnen und Studienärzten untersucht. Danach

  • bekommen sie Blut abgenommen,
  • und es folgen neue bildgebende Untersuchungen (CT und multiparametrische MRT). 

(4) Bestrahlung

Anhand der gewonnenen Daten während und nach der Operation, können die Strahlentherapeuten die nachfolgende Bestrahlung sorgfältig und ganz individuell für einen Patienten oder eine Patientin planen. Sie wissen beispielsweise genau, in welchen Bereichen Krebszellen gefunden worden sind und wo nicht. Dadurch kann die Strahlendosis anpasst werden, um zurückgebliebene Krebszellen gezielter zu bestrahlen und gesundes, empfindliches Gewebe möglichst zu schonen.

Ablauf der Strahlentherapie

Die Strahlentherapie umfasst etwa 30 bis 35 Bestrahlungssitzungen, die 1 Mal täglich von Montag bis Freitag stattfinden. Wenn ein erhöhtes Rückfallrisiko besteht, erhalten Patienten begleitend zur Bestrahlung auch eine Chemotherapie.

In der Zeit der Bestrahlung gibt es wöchentliche Kontrolltermine innerhalb der Studie: 

  • dazu gehört eine körperliche Untersuchung,
  • und eine Blutentnahme
  • alle 2 Wochen gibt es eine zusätzliche Blutentnahme. Dafür muss aber keine extra Spritze benutzt werden, mit einem Stich wird nur eine größere Blutmenge entnommen.

Auch am letzten Bestrahlungstag ist ein Kontrolltermin vorgesehen.

Gut zu wissen

Die Art der Strahlentherapie und der gegebenenfalls begleitenden Chemotherapie entsprechen der aktuell gültigen ärztlichen Behandlungsleitlinie und damit dem Standardvorgehen.

(5) Follow-Up: So geht’s weiter nach Ende der Behandlung

Für die Nachsorgeuntersuchungen müssen Patientinnen und Patienten zum jeweiligen Studienzentrum gehen. Sie beginnen 6 bis 8 Wochen nach Ende der Bestrahlung und finden dann im Abstand von 3 Monaten statt. Insgesamt dauert die Nachsorge im Rahmen der NAVIGATORR-Studie 2 Jahre.

Zur standardmäßigen Nachsorge gehören 

  • ein Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt, gefolgt von einer körperlichen Untersuchung,
  • eine MRT-Untersuchung des Kopf/Hals-Bereichs mit Kontrastmittel
  • und 1-mal jährlich eine Kontroll-CT des Brustkorbs/Bauchraumes

Das Nachsorgekonzept im Rahmen der NAVIGATORR-Studie beinhaltet zusätzlich

  • weitere Blutabnahmen,
  • 2 Fragebögen: Hier können Patientinnen und Patienten Angaben zu ihren Symptomen machen und Fragen zur Lebensqualität beantworten.
  • Gewebeentnahmen (Biopsie): In der Abteilung für Mund- und Kiefer- und Gesichtschirurgie am jeweiligen Studienort werden die Proben der Schleimhaut im Bestrahlungsfeld entnommen: zuerst 6 bis 8 Wochen nach der letzten Bestrahlung, danach nach 6 und 24 Monaten. 

Gut zu wissen

Die Biopsien im Rahmen der Nachsorge sind minimal-invasive Eingriffe unter örtlicher Betäubung. Das bedeutet: es reichen kleine Schnitte ohne große Verletzungen der Haut oder Weichteile.

Das sind mögliche Vorteile einer Teilnahme an der NAVIGATORR-Studie:

  • Es besteht die Möglichkeit, den Tumor mit einer höheren Chance sicher zu entfernen und die nachfolgende Bestrahlung gezielter und dadurch schonender durchzuführen als bisher. Das kann therapiebedingte Langzeit- und Spätfolgen verringern.
  • Mit zusätzlichen, neuartigen Untersuchungen in Blutproben überwacht das Ärzteteam den Tumor besonders engmaschig. Dadurch könnte ein Rückfall früher erkannt werden, als es bisher möglich ist.
  • Bei manchen Teilnehmenden werden sogenannte erbliche Veränderungen gefunden, die das Risiko für weitere Krebserkrankungen erhöhen. Dadurch können Teilnehmende und ihren Angehörigen eine genetische Beratung in Anspruch nehmen und möglicherweise vorbeugende Maßnahmen ergreifen.
     

Durch die Teilnahme an der NAVIGATORR-Studie können aber auch Nachteile entstehen:

  • Bei der Studie sind immer wieder Blutentnahmen nötig. Seltene Risiken einer Blutentnahme sind Blutergüsse, Nervenschädigungen durch eine Fehlpunktion oder Entzündungen an der Einstichstelle.
  • Nach der Bestrahlung entnehmen die Forschenden bei der Nachsorge Proben von der gesunden Schleimhaut. Das sind in der Regel wenige Millimeter große Gewebeproben, die unter einer örtlichen Betäubung entfernt werden. Mögliche Risiken sind eine allergische Reaktion auf die Teilnarkose sowie Schmerzen und Blutungen an der Stelle, bei der die Probe entnommen wurde. In der Regel verheilt die Schleimhaut innerhalb von 7 Tagen.
  • Bei genetischen Untersuchungen können erbliche Veränderungen gefunden werden, die auf ein höheres Risiko für bestimmte Erkrankungen hinweisen. Dieses Risiko kann unter Umständen auch Familienmitglieder betreffen. Die Teilnehmenden können sich aber auch dagegen entscheiden, sich zu solchen Ergebnissen benachrichtigen zu lassen.
  • Trotz eines umfassenden Datenschutzes und großer Datensicherheit besteht ein geringes Restrisiko, dass von den genetischen Daten auf die eigene Person zurückgeschlossen werden kann, falls diese Daten in die falschen Hände geraten. 

Zum Weiterlesen

Welche Vorteile die Teilnahme an einer klinischen Studie ganz allgemein hat und ob es auch Nachteile geben kann, lesen Sie in dem Übersichtstext zu klinischen Studien.

Wo wird die Studie durchgeführt?

Die NAVIGATORR-Studie wird am NCT Heidelberg, NCT Berlin und NCT Tübingen durchgeführt.

Welche Kosten kommen auf die Teilnehmenden zu?

Die Studienteilnahme ist für Patientinnen und Patienten kostenlos. Sie erhalten allerdings auch keine Aufwandsentschädigung. Fahrtkosten werden im Rahmen der Studie nicht erstattet.

Falls Sie Fragen zur Finanzierung der Studie haben, können Sie diese dem Studienteam stellen, beispielsweise beim Aufklärungsgespräch.

Wie viele Teilnehmende nimmt die Studie auf? Gibt es noch freie Plätze?

An der Studie können insgesamt 60 Patientinnen und Patienten teilnehmen. Ob noch Plätze frei sind, erfahren Sie bei den teilnehmenden Studienzentren (NCT Heidelberg, Berlin und Tübingen).

Zunächst empfiehlt es sich, mit der eigenen Onkologin oder dem Onkologen zu besprechen, ob man prinzipiell an der Studie teilnehmen kann. Die behandelnden Ärzte kennen die Erkrankungssituation am besten und können zudem gut einschätzen, ob die medizinischen Kriterien für eine Teilnahme erfüllt sind. 

Wenn der behandelnde Arzt eine Teilnahme empfiehlt, meldet er den die Patientin oder den Patienten bei an einem der teilnehmenden Studienzentren für ein sogenanntes multidisziplinäres Tumorboard an. Dort besprechen Ärztinnen und Ärzte aus verschiedenen Fachgebieten, ob eine Operation und eine nachfolgende Bestrahlung für den jeweiligen Patienten oder die Patientin eine Therapieoption ist.

Mit der Empfehlung aus dem Tumorboard können die behandelnden Ärzte den Patienten/ die Patientin beim nächstgelegenen Studienzentrum anmelden – der Patient oder die Patientin kann sich auch selbst dort anmelden. Mit der Anmeldung erhalten Patienten einen Termin am Studienzentrum. Zu diesem Termin sollten Patienten alle bisherigen Befunde mitbringen.

Zum Weiterlesen

Wie es nach der Anmeldung weitergeht, lesen Sie in dem Abschnitt Wie wird die Studie durchgeführt?.

Weiterführende Informationen erhalten Interessierte von den Studienzentren.

Verantwortlicher Studienleiter:

Dr. Sebastian Regnery 

Kontakt Studienzentrale Radioonkologie

Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie
Universitätsklinikum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 400
69120 Heidelberg

Tel.: +49 6221-56-38613 / 
-37748 / -36318 / -32682
Fax: +49 6221-56-1979
E-Mail: studien.radonk-at-med.uni-heidelberg.de

Wissenschaftliche Veröffentlichungen (Auswahl)

Bittermann G, Wiedenmann N, Voss P, Zimmerer R, Duttenhoefer F, Metzger MC. Marking of tumor resection borders for improved radiation planning facilitates reduction of radiation dose to free flap reconstruction in head and neck cancer surgery. J Craniomaxillofac Surg. 2015 May;43(4):567-73. doi: 10.1016/j.jcms.2015.02.021. 

Hinni ML, Ferlito A, Brandwein-Gensler MS, Takes RP, Silver CE, Westra WH, Seethala RR, Rodrigo JP, Corry J, Bradford CR Surgical margins in head and neck cancer: a contemporary review. Head Neck. 2013 Sep;35(9):1362-70. doi: 10.1002/hed.23110. 

Loree TR, Strong EW. Significance of positive margins in oral cavity squamous carcinoma. Am J Surg. 1990 Oct;160(4):410-4. doi: 10.1016/s0002-9610(05)80555-0.

Feichtinger M, Pau M, Zemann W, Aigner RM, Kärcher H. Intraoperative control of resection margins in advanced head and neck cancer using a 3D-navigation system based on PET/CT image fusion. J Craniomaxillofac Surg. 2010 Dec;38(8):589-94. doi: 10.1016/j.jcms.2010.02.004.

Woolgar JA, Triantafyllou A. A histopathological appraisal of surgical margins in oral and oropharyngeal cancer resection specimens. Oral Oncol. 2005 Nov;41(10):1034-43. doi: 10.1016/j.oraloncology.2005.06.008. 


Diese Studienbeschreibung wurde anhand der Studienunterlagen von Autorinnen des Krebsinformationsdienstes unter der Leitung von Dr. S. Weg-Remers erstellt.