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LEONORA

Aktualisiert am: 

Übersicht

  • An der LEONORA-Studie können Menschen mit Darmkrebs teilnehmen, bei denen eine Darmoperation geplant ist.
  • Wichtig ist, dass diese Operation in einer Klinik stattfindet, die an der LEONORA-Studie teilnimmt.
  • Darmkrebspatientinnen und -patienten in allen Erkrankungsstadien können teilnehmen.
  • Forschende untersuchen in der Studie, ob ein Synbiotikum Magen-Darm-Beschwerden nach einer Darmkrebsoperation lindern kann. Synbiotika sind eine Kombination aus Darmbakterien und Ballaststoffen, die diesen Bakterien als Nahrung dienen.

Studienstatus: Die Studie nimmt Patientinnen und Patienten auf (Rekrutierung offen).

Darmkrebs ist weltweit eine der häufigsten Krebserkrankungen. Er wird oft mit einer Operation behandelt. Dabei entfernen Ärztinnen und Ärzte den Tumor und angrenzendes Darmgewebe.

Häufig erhalten Patientinnen und Patienten im Laufe der Therapie zusätzlich auch eine Chemotherapie oder Antibiotika. Beides belastet die natürliche Darmflora stark.

Gut zu wissen

Die Darmflora besteht aus nützlichen Bakterien und anderen kleinen Organismen, die im Darm leben. Sie unterstützen die Verdauung und tragen zur Gesundheit bei.

Wegen der Behandlung leiden Menschen mit Darmkrebs oft während und noch lange nach der Behandlung an Magen-Darm-Beschwerden. Dazu gehören zum Beispiel

  • chronischer Durchfall,
  • Bauchschmerzen oder
  • Verstopfung. 

Das kann die Lebensqualität verschlechtern und den Alltag einschränken.

Um die Beschwerden zu lindern, kann es helfen, die nützlichen Darmbakterien zu unterstützen. Dabei ist das Ziel, das natürliche Gleichgewicht der Bakterien im Darm wieder herzustellen. Studien haben gezeigt, dass sogenannte Synbiotika dabei helfen können.

Ein Synbiotikum besteht aus zwei Bestandteilen: 

  • Probiotikum: Das sind lebende Bakterien, die natürlicherweise im Darm vorkommen. Sie unterstützen die gesunde Funktion des Darms.
  • Präbiotikum: Das sind Ballaststoffe, die den Bakterien im Darm als Nahrung dienen und ihnen helfen, sich dort anzusiedeln.

Synbiotika können also die Zusammensetzung der verschiedenen Bakterien im Darm beeinflussen und damit die Darmgesundheit fördern. 

Erste Laborexperimente und Beobachtungsstudien zeigen, dass Synbiotika weitere positive Wirkungen haben könnten: Indem sie auf das Immunsystem wirken, könnten sie möglicherweise Krebs vorbeugen und Krebstherapien unterstützen.

Die Forschenden der LEONORA-Studie möchten untersuchen, ob die Einnahme von Synbiotika Magen-Darm-Beschwerden nach der Darmkrebsoperation lindert. Zusätzlich erforschen sie, wie sich das auf die Lebensqualität und das Überleben der Darmkrebspatientinnen und -patienten auswirkt.

Die LEONORA-Studie nimmt Patientinnen und Patienten mit Darmkrebs auf. Die Teilnahme ist unabhängig davon, wie weit fortgeschritten der Darmkrebs ist.

Wichtig zu wissen:

An der LEONORA-Studie können nur Patientinnen und Patienten teilnehmen, die eine Darmkrebsoperation in einer der teilnehmenden Kliniken geplant haben.

Welche Kliniken an der Studie teilnehmen, finden Sie im Abschnitt „Wo findet die Studie statt“.

LEONORA ist eine Abkürzung für den Studientitel „Lebensqualität nach der Darmkrebsoperation mit einer gesunden Darmflora“.

Das bedeutet: 

  • Forschende testen nützliche Bakterien für eine gesunde Darmflora.
  • Sie untersuchen, ob sich dadurch die Lebensqualität der Menschen nach einer Darmkrebsoperation verbessert.

Ziele der LEONORA-Studie

Die LEONORA-Studie untersucht, ob Patientinnen und Patienten nach einer Darmkrebsoperation weniger Magen-Darm-Beschwerden haben, wenn sie ein Synbiotikum einnehmen. Synbiotika enthalten nützliche Darmbakterien und Ballaststoffe, die das Wachstum dieser Bakterien unterstützen. Die Forschenden prüfen, ob sich dadurch die Lebensqualität der Teilnehmenden verbessert.

Dabei vergleichen sie die Gruppe, die das Synbiotikum einnimmt, mit einer Kontrollgruppe. Die Forschenden wollen dadurch herausfinden, wie sich die Einnahme von Synbiotika in den ersten 90 Tagen nach der Operation auswirkt. Sie beobachten auch mögliche langfristige Wirkungen.

Dabei sammelt das Studienteam Daten über: 

  • bestimmte Werte im Blut, die auf Entzündungen im Körper hinweisen (Entzündungsmarker).
  • auftretende Infektionen oder weitere Erkrankungen.
  • wie lange die Teilnehmenden nach der Behandlung überleben oder ob der Darmkrebs zurückkommt.
  • wie sich die Zusammensetzung der Darmbakterien verändert.
  • die Lebensqualität der Teilnehmenden (allgemein und bezogen auf Magen-Darm-Beschwerden).

Gibt es schon erste Ergebnisse?

Erste Studien mit kleinerer Teilnehmendenzahl weisen darauf hin, dass Syn- oder Probiotika

  • Infektionen und Beschwerden wie beispielsweise Durchfall senken,
  • die Besiedlung des Darms mit gesundheitsförderlichen Bakterien verbessern und
  • Entzündungen im Körper verringern könnten.

Für wen ist die Studie geeignet?

An der LEONORA-Studie können Patientinnen und Patienten teilnehmen, auf die alle folgenden Kriterien zutreffen: 

  • Patientinnen und Patienten sind an Darmkrebs (kolorektales Karzinom) erkrankt.
  • Der oder die Teilnehmende ist mindestens 18 Jahre alt.
  • Eine Darmkrebsoperation ist innerhalb der nächsten 14 Tage geplant. Dabei ist wichtig, dass die Operation an einer Klinik geplant ist, die an der LEONORA-Studie teilnimmt. Informationen zu den teilnehmenden Kliniken erhalten Sie im Abschnitt Wo findet die Studie statt.
  • Alle Patientinnen und Patienten müssen eine schriftliche Einverständniserklärung für die Teilnahme an der LEONORA-Studie unterschreiben.
  • Die Erkrankten sind bereit, vor der Operation einen Fragebogen aufzufüllen und eine Blut- und Stuhlprobe abzugeben. Alternativ können die Ärztinnen und Ärzte auch einen Abstrich des Enddarms machen, wenn der Stuhlgang Probleme bereitet.

Patientinnen und Patienten können an der Studie nicht teilnehmen, wenn einer der folgenden Punkte zutrifft:

  • Das Studienteam geht davon aus, dass Patientinnen oder Patienten nicht zuverlässig an der Studie teilnehmen können – zum Beispiel, weil sie die Studieninformationen nicht ausreichend verstehen, nicht bereit sind, die Studie ganz mitzumachen oder nach der Entlassung aus dem Krankenhaus voraussichtlich nicht gut erreichbar sein werden.
  • Der oder die Teilnehmende hat bereits an der LEONORA-Studie teilgenommen.
  • Die Patientin oder der Patient nimmt schon an einer anderen klinischen Studie teil, die Behandlungen oder Medikamente prüfen, die die Ernährung beeinflussen.
  • Die Patientin ist schwanger.
  • Der oder die Erkrankte nimmt Medikamente ein, die das Immunsystem unterdrücken. Ausnahme davon sind Chemotherapien und Bestrahlungstherapien, die vor oder nach der Operation stattfinden.
  • Der Patient oder die Patientin ist an Diabetes erkrankt und wird mit Insulin behandelt.

Die LEONORA-Studie ist eine: 

  • Multizentrische Studie: Patientinnen und Patienten können in verschiedenen Studienzentren in Deutschland teilnehmen.
  • Randomisierte Studie: Bei einer randomisierten Studie wird per Zufall entschieden, wer das Synbiotikum und wer das Scheinmedikament, ein sogenanntes Placebo erhält. Dadurch lassen sich die Ergebnisse möglichst objektiv auswerten.
  • Doppelt-verblindete Studie: Weder die Teilnehmenden noch die Forschenden wissen, wer von den Teilnehmenden das Prüfmedikament und wer das Placebo erhält. Das hilft dem Studienteam dabei, möglichst unverfälschte Ergebnisse zu bekommen.
  • Phase III Studie: In einer Phase III Studie prüfen die Forschenden, ob das Prüfmedikament besser wirkt als die Vergleichsbehandlung.

Zum Weiterlesen

Welche Studientypen es gibt, wie Sie sich unterscheiden und welche Vor- und Nachteile Sie haben, lesen Sie in unserem Übersichtstext zu klinischen Studien.

Ablauf für Patientinnen und Patienten

(1) Auswahl der Teilnehmenden & Aufklärungsgespräch 

Das Studienteam der beteiligten Kliniken prüft, ob Patientinnen und Patienten für eine Teilnahme an der LEONORA-Studie geeignet sind. Die Studienärztinnen und -ärzten führen ein ausführliches Gespräch mit den Erkrankten und klären sie über die Teilnahme an der Studie auf. Die Patienten und Patientinnen, die nach dem Aufklärungsgespräch entschieden haben, an der Studie teilzunehmen, müssen eine Einverständniserklärung unterschreiben.

(2) Vor Beginn der Behandlung

Bevor die Behandlung in der Studie startet, sammeln die Ärztinnen und Ärzte Informationen zur Gesundheit der Teilnehmenden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Ein Fragebogen mit Fragen zur Lebensqualität der Erkrankten (bezogen auf Magen-Darm-Beschwerden). Erhoben werden auch Informationen über bisherige Therapien, Ernährung, Bewegung und andere Faktoren, die die Gesundheit des oder der Darmkrebserkrankten beeinflussen können.
  • Eine Blutprobe und eine Stuhlprobe. Die Patientinnen und Patienten sammeln die Stuhlprobe zu Hause oder in der Klinik selbst ein.

Die Untersuchungen finden in den 2 Wochen vor der Darmkrebsoperation statt.

Die Teilnehmenden werden per Zufall entweder in die Behandlungsgruppe oder in die Kontrollgruppe eingeteilt. Das heißt auch Randomisierung.

(3) Darmkrebs-Operation

Die Patientinnen und Patienten werden operiert. Wie die Operation abläuft, erfahren sie von ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten.

(4) Behandlungsphase

Nach der Darmkrebs-Operation bleibt die Patientin oder der Patient noch im Krankenhaus. In dieser Zeit beobachtet das Studienteam den Gesundheitszustand genau. 

Die Ärztinnen und Ärzte dokumentieren den Verlauf, mögliche auftretende Beschwerden und ob die Teilnehmenden die Präparate richtig einnehmen.

Während der gesamten Behandlungszeit werden die Patientinnen und Patienten gebeten, ein Studientagebuch zu führen. In diesem Tagebuch halten sie fest, wann sie die zwei Studienpräparate eingenommen haben und welche Symptome oder weitere Erkrankungen auftreten.

Gut zu wissen

Wenn Sie möchten, erinnert das Studienteam Sie 1x pro Woche per SMS daran, das Studienpräparat einzunehmen.

Die Behandlung mit dem ersten Studienpräparat startet, sobald die Patientinnen und Patienten wieder flüssige Nahrung zu sich nehmen können. Das ist meistens 1 – 3 Tage nach der Operation möglich. 

Erste Phase (Woche 1 bis Woche 12): 

Je nach Zufallseinteilung nehmen die Teilnehmenden entweder ein Probiotikum oder ein Scheinpräparat (Placebo). Die Hälfte der Teilnehmer werden das Probiotikum erhalten.

  • Die Probiotika enthalten die für den Darm „nützlichen“ lebenden Bakterien.
  • Das Placebo enthält Mannitol. Das ist ein Zucker, der sich nicht auf die vorhandenen Darmbakterien auswirkt.

Beides nehmen die Patientinnen und Patienten in Kapselform.

Etwa 4 Wochen nach der Operation füllen die Teilnehmenden einen 2. Fragebogen aus. Zusätzlich geben sie eine 2. Stuhlprobe ab. Die Fragebögen und die Sets zur Entnahme einer Stuhlprobe erhalten die Patientinnen und Patienten per Post.

Zweite Phase (Woche 5 bis Woche 12):

4 Wochen nach der Operation nehmen die Teilnehmenden zusätzlich ein Präbiotikum. Das besteht aus dem Ballaststoff Inulin. Es hilft dabei, dass sich die nützlichen Bakterien im Darm ansiedeln können. Die Teilnehmenden starten mit dieser Behandlung später, weil Präbiotika Blähungen verursachen können. Direkt nach der Operation könnten die Blähungen während der Wundheilung Schmerzen verursachen. Das Präbiotikum wird jedoch zu Beginn so niedrig dosiert, dass keine Blähungen auftreten dürften.

Die Dosis wird alle 2 Wochen gesteigert, weil sich die Bakterien (die das Präbiotikum verarbeiten) im Darm vermehren. Vorangegangene Studien haben gezeigt, dass durch diese langsame, schrittweise Dosiserhöhung das Auftreten von Blähungen verhindert werden kann.

Teilnehmende, die schon Placebo statt dem Probiotikum erhalten haben, erhalten auch ein „Schein-Präbiotikum“. Das enthält Maltodextrin, einen Zucker, der keine Auswirkungen auf die Bakterien im Darm hat.

Wichtig:

Die Kombination aus Probiotikum (nützliche Bakterien) und Präbiotikum (Ballaststoffe) nennen Fachleute Synbiotikum. Ein Synbiotikum unterstützt die Darmgesundheit wirksamer als die Behandlung mit einem Probiotikum allein.

Das Studienteam dosiert und verpackt das Präbiotikum in Pulverform. Genauso verfahren sie mit dem „Schein-Präbiotikum“ (Placebo). Die Studienteilnehmenden lösen das Pulver in einem Getränk auf und trinken es täglich. Zusammen mit diesem Getränk nehmen sie dann auch die Kapsel mit dem Studienpräparat (Probiotikum oder „Schein-Probiotikum“).

Gut zu wissen:

Es wird empfohlen, die Studienpräparate nach einer Mahlzeit zu nehmen. So kommen die Bakterien weniger mit der Magensäure in Kontakt.

Damit sich der Darm langsam daran gewöhnt und möglichst wenig Beschwerden auftreten, wird die Ballaststoff-Dosis im Präbiotikum alle 2 Wochen gesteigert, bis die Studie in Woche 12 endet. Das Studienteam dosiert und verpackt die richtige Menge für die Teilnehmenden.

(5) Ende der LEONORA-Studie (Abschlusstermin)

Die Behandlung innerhalb der LEONORA-Studie endet rund 3 Monate nach der Darmkrebsoperation. Dann müssen die Patientinnen und Patienten erneut eine Stuhl- und Blutprobe abgeben. Die Blutabnahme kann entweder im Studienzentrum oder bei der Hausärztin oder dem Hausarzt stattfinden.

Zusätzlich benötigt das Studienteam den 3. ausgefüllten Fragebogen sowie das Studien-Tagebuch der Teilnehmenden.

(6) Nachbeobachtung

Bis zu 2 Jahre nach der Darmkrebsoperation sammelt das Studienteam Daten über die Patientinnen und Patienten. Dazu gehören Stuhlproben nach 6 und 12 Monaten, sowie Fragebögen zur Lebensqualität 6, 12 und 24 Monate nach Einschluss in die LEONORA-Studie. Die Sets zur Entnahme einer Stuhlprobe und die Fragebögen zur Lebensqualität werden mit der Post zugeschickt.

Nach 6 Monaten werden auch die behandelnden Hausärzte und Hausärztinnen und/oder Onkologen kontaktiert. So kann das Studienteam Informationen über Krankenhausaufenthalte, Infektionen und den weiteren Verlauf der Darmkrebserkrankung und -behandlung einholen.

Das sind mögliche Vorteile einer Teilnahme an der LEONORA-Studie:

  • Die Einnahme des Synbiotikums könnte helfen, dass sich die Darmflora nach der Behandlung schneller erholt. Ein Synbiotikum beinhaltet nützliche Bakterien und förderliche Ballaststoffe und unterstützt dadurch die Darmgesundheit.
  • Forschende gehen davon aus, dass sich dadurch auch die Lebensqualität verbessern könnte, insbesondere im Hinblick auf Magen-Darm-Beschwerden.
  • Die Behandlung kann auch dazu beitragen, dass Beschwerden durch die Krebstherapie und Operation schneller abklingen.
  • Durch die Teilnahme an der LEONORA-Studie können Patientinnen und Patienten helfen, die Behandlung künftiger Darmkrebserkrankter zu verbessern.

Durch die Teilnahme an der LEONORA-Studie können aber auch Nachteile entstehen:

  • Die Einnahme von einem Präbiotikum kann zu Blähungen führen.
  • Die Hälfte der Teilnehmenden bekommt innerhalb der Studie ein Scheinpräparat (Placebo). Sollte das Studienpräparat den erwarteten Nutzen haben, können sie nicht davon profitieren.
  • Die innerhalb der Studie durchgeführten Blutabnahmen können mit geringen Risiken verbunden sein – zum Beispiel Blutergüsse, Blutungen oder leichte Schmerzen. Zu weiteren Risiken klären die Studienärztinnen und -ärzte auf.

Zum Weiterlesen

Welche Vorteile die Teilnahme an einer klinischen Studie ganz allgemein hat und ob es auch Nachteile geben kann, lesen Sie in dem Übersichtstext zu klinischen Studien.

Wo wird die Studie durchgeführt?

Die LEONORA-Studie findet an den NCT Studienzentren in Heidelberg, Tübingen, Stuttgart, Köln, Essen, Berlin und Augsburg statt.

Ferner können Darmkrebspatientinnen und -patienten und an den folgenden, kooperierenden Kliniken teilnehmen:

  • Universitätsklinikum Frankfurt
  • Universitätsklinikum Gießen & Marburg (Standort Gießen)

Eine Übersicht der an LEONORA beteiligten Kliniken ist auf der Website des Deutschen Registers Klinischer Studien zu finden (unter Rekrutierungsorte).

Welche Kosten kommen auf die Teilnehmenden zu?

Die Studienteilnahme ist für Patientinnen und Patienten kostenlos. Sie erhalten allerdings auch keine Aufwandsentschädigung. Fahrtkosten werden im Rahmen der Studie nicht erstattet. 

Falls Sie Fragen zur Finanzierung der Studie haben, können Sie diese dem Studienteam stellen, beispielsweise beim Aufklärungsgespräch.

Wie viele Teilnehmende nimmt die Studie auf? Gibt es noch freie Plätze?

Insgesamt nimmt die LEONORA-Studie 206 Patientinnen und Patienten auf. Davon werden 103 Teilnehmende das Synbiotikum erhalten und 103 Teilnehmende das Scheinpräparat (Placebo). Die Studie wird voraussichtlich noch bis September 2027 Teilnehmende einschließen. 

Wie kann ich mich anmelden?

Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte der beteiligten Studienzentren und Kliniken. Sie prüfen die Patientinnen und Patienten kurz vor oder nach ihrer Aufnahme ins Krankenhaus anhand einer Checkliste.

Koordinierende Studienleitung

Prof. Dr. Ben Schöttker
Deutsches Krebsforschungszentrum
Im Neuenheimer Feld 581
69120 Heidelberg

PD Dr. Lena Biehl
Klinik I für Innere Medizin 
Uniklinikum Köln
Kerpener Straße 62
50937 Köln

Die LEONORA-Studie wird von einem Patientenvertreter aus dem Patientenbeirat des Centrums für Integrierte Onkologie des Universitätsklinikums Köln begleitet. 

Wissenschaftliche Veröffentlichungen (Auswahl)

Theodoropoulos, G. E., Memos, N. A., Peitsidou, K., Karantanos, T., Spyropoulos, B. G., & Zografos, G. (2016). Synbiotics and gastrointestinal function-related quality of life after elective colorectal cancer resection. Annals of gastroenterology, 29(1), 56–62 https://doi.org/10.20524/aog.2016.0018

Amitay, E. L., Carr, P. R., Gies, A., Laetsch, D. C., & Brenner, H. (2020). Probiotic/Synbiotic Treatment and Postoperative Complications in Colorectal Cancer Patients: Systematic Review and Meta-analysis of Randomized Controlled Trials. Clinical and translational gastroenterology, 11(12), e00268. https://doi.org/10.14309/ctg.0000000000000268


Diese Studienbeschreibung wurde anhand der Studienunterlagen von Autorinnen des Krebsinformationsdienstes unter der Leitung von Dr. S. Weg-Remers erstellt.