Krebsforschung zum Anfassen und Mitmachen auf der MS Wissenschaft
MS Wissenschaft auf Tour: Das schwimmende Science Center fährt auf Flüssen und Kanälen und bringt aktuelle Forschung in 36 kleine und große Städte in Deutschland, Polen und Österreich. © Retusche: Gabriel_Kienast / Wissenschaft im Dialog, CC BY-SA 4.0
Interaktiv und anschaulich: Das vom NCT WERA unterstützte Exponat zur CAR-T-Zelltherapie auf der MS Wissenschaft zeigt, wie genetisch veränderte Immunzellen Krebs gezielt erkennen und bekämpfen können. © BIH/Katharina Kalhoff
Beim „Dialog an Deck“ diskutierten Expert:innen aus Forschung, Klinik und Patientenvertretung über Chancen und Herausforderungen von Gen- und Zelltherapien. Von links: Aleksandra Laski (Berlin Institute of Health in der Charité), Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich (Eva Luise und Horst Köhler Stiftung), Prof. Dr. Christopher Baum (Berlin Institute of Health), Esra Ersen (Patientenperspektive) und Prof. Dr. Dr. David Simon (Charité). © BIH/Konstantin Börner
CAR-T-Zelltherapie interaktiv erleben
An rund 30 Exponaten können Besucherinnen und Besucher die Medizin der Zukunft selbst entdecken. Eines der Highlights ist das Exponat zur CAR-T-Zelltherapie des Universitätsklinikums Würzburg und des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie, welches vom NCT WERA unterstützt wird. „Mit unserem Exponat wollen wir die Funktionsweise der CAR-T-Zelltherapie anschaulich vermitteln“, erklärt Prof. Michael Hudecek, Inhaber des Lehrstuhls für Zelluläre Immuntherapie am Universitätsklinikum Würzburg und Leiter der Würzburger Außenstelle des Fraunhofer-Instituts. Bei der CAR-T-Zelltherapie werden körpereigene Immunzellen gezielt so verändert, dass sie Krebszellen erkennen und bekämpfen können.
Besonders greifbar wird die innovative Therapie durch ein interaktives Drag-and-Drop-Spiel auf einem großen Touchtable: Besucherinnen und Besucher können eigene CAR-T-Zellen zusammensetzen und ihnen mithilfe des passenden Rezeptors, dem sogenannten CAR, eine „Superkraft“ verleihen, um Krebszellen gezielt zu zerstören. Das Spiel wurde gemeinsam mit der Games Engineering Group des Lehrstuhls für Human-Computer Interaction der Universität Würzburg unter Leitung von Prof. Sebastian von Mammen entwickelt. Ziel ist es, eine komplexe und zugleich vielversprechende Krebstherapie verständlich zu machen und das Bewusstsein für ihre Chancen und Grenzen in der Öffentlichkeit zu stärken.
Gen- und Zelltherapien im Fokus
Die Chancen und Herausforderungen von Gen- und Zelltherapien standen auch zum offiziellen Auftakt der Ausstellung im Mittelpunkt beim „Dialog an Deck“, einer Podiumsdiskussion in Kooperation mit dem Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) (Träger des NCT Berlin).
Prof. Dr. Christopher Baum, Vorsitzender des BIH-Direktoriums und Vorstand für den Translationsforschungsbereich der Charité, hob die Bedeutung hervor, wissenschaftliche Erkenntnisse schnell und verantwortungsvoll in die klinische Praxis zu überführen. Für ihn steht fest: „Medizin der Zukunft bedeutet für mich, dass dringend benötigte und wirksame Erkenntnisse aus der Gen- und Zelltherapieforschung schnell, sicher und kosteneffektiv vom Labor in die klinische Anwendung überführt werden.“ Damit unterstrich er die zentrale Rolle der Translation – also der Brücke zwischen Forschung und Versorgung. Genau hier setzen wir im NCT mit unseren Studien an.
Die MS Wissenschaft an NCT Standorten
Die MS Wissenschaft macht in den nächsten Wochen auch an folgenden NCT Standorten Halt:
- Köln: 14.–17. Juli
- Heidelberg: 24.–27. Juli
- Würzburg: 8.–11. September
Den gesamten Tourplan der MS Wissenschaft finden Sie hier.
Wir freuen uns auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher!