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Aktuelles

Bundesverdienstkreuz für Ulla Ohlms

Sprecherin des Patientenforschungsrates am NCT Berlin ausgezeichnet

Ulla Ohlms hält ihre Verleihungsurkunde zum Bundesverdienstkreuz in den Händen. Neben ihr steht der Parlamentarische Staatssekretär Matthias Hauer, der die Auszeichnung in Vertretung des Bundespräsidenten überreichte. Im Hintergrund sind die Europa- und die Deutschlandflagge zu sehen.

Ulla Ohlms (links), Sprecherin des Patientenforschungsrates am NCT Berlin, erhält das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Überreicht wurde die Auszeichnung durch den Parlamentarischen Staatssekretär Matthias Hauer (rechts) in Vertretung des Bundespräsidenten. © Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt/Steffen Looks

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Ulla Ohlms, Sprecherin des Patientenforschungsrates am NCT Berlin, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Matthias Hauer, Palamentarischer Staatssekretär, überreichte ihr die Auszeichnung am 18. Mai 2026 feierlich. Damit würdigt die Bundesrepublik ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement für Menschen mit Krebs sowie ihren Einsatz für die Beteiligung von Patientinnen und Patienten in der medizinischen Forschung.

Aus dem Direktorium des NCT Berlin kommen herzliche Glückwünsche: „Ulla Ohlms verbindet wissenschaftliches Interesse, persönliche Erfahrung und ein hohes Maß an Beharrlichkeit“, sagt Prof. Dominik Modest, Geschäftsführender Direktor am NCT Berlin und Direktor des Charité Comprehensive Cancer Centers. „Sie hat mit dazu beigetragen, dass die Perspektive von Patientinnen und Patienten heute selbstverständlicher Teil vieler Diskussionen in der Krebsforschung ist.“

Ulla Ohlms engagiert sich seit vielen Jahren dafür, die Perspektive von Betroffenen stärker in Forschung und Versorgung einzubringen. Am NCT begleitet sie klinische Studien und Forschungsprojekte aus Sicht von Patientinnen und Patienten und bringt ihre Erfahrungen in Diskussionen mit Forschenden ein. Ihre Arbeit steht zugleich für den Ansatz des gesamten NCT, Betroffene frühzeitig in Forschungsprozesse einzubeziehen.

„Die Mitsprache und Mitgestaltung von Patientinnen und Patienten in der Krebsforschung in Deutschland zu stärken, halte ich für einen entscheidenden Schritt“, sagt Ulla Ohlms. „Wir sind keine Ärztinnen oder Grundlagenforscher, aber wir stellen die entscheidenden Fragen – aus der Perspektive der Patientinnen und Patienten.“

Ausgangspunkt ihres Engagements war ihre eigene Brustkrebsdiagnose vor mehr als 20 Jahren. Sie begann damals, sich intensiv mit wissenschaftlichen und medizinischen Fragen auseinanderzusetzen – zunächst aus einem persönlichen Bedürfnis heraus: Sie wollte verstehen, wie Krebs entsteht, wie Therapien wirken und welche Möglichkeiten moderne Forschung eröffnet. Später unterstützte sie andere Betroffene, bereitete Patientinnen auf Arztgespräche vor und engagierte sich in der Krebs-Selbsthilfe.

Heute bringt sie ihre Erfahrungen systematisch in die Krebsforschung ein. Im Austausch mit Forschenden diskutiert sie Studienkonzepte, hinterfragt Abläufe aus Sicht von Betroffenen und lenkt den Blick auf Fragen, die für den Alltag von Patientinnen und Patienten relevant sind.

„Unsere Mitarbeit an Studien zeigt, dass wir als Patientenvertreterinnen und -vertreter keine Scheu haben, mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf Augenhöhe zu diskutieren“, sagt Ohlms.

Die Ehrung würdigt insbesondere ihren Einsatz für Patientensouveränität, hochwertige Gesundheitsinformationen und die Einbindung von Patientenvertretenden in die Forschung. In einem Schreiben des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt heißt es, ihr Engagement bedeute „einen außergewöhnlichen Beitrag zum Wohl unserer Gesellschaft“.

Neben ihrer Tätigkeit im Patientenforschungsrat engagierte sich Ulla Ohlms in der Vergangenheit auch beim Aufbau der PATH-Biobank für Brustkrebsforschung, die heute nationale und internationale Forschungsgruppen unterstützt.

Im Interview auf der Webseite des CCCC Berlin berichtet Ulla Ohlms was ihr diese Auszeichnung bedeutet und warum der Einsatz für die Patientenbeteiligung so wichtig ist: Vielleicht waren wir kühn und auch ein bisschen größenwahnsinnig – aber es hat sich gelohnt: Charité Comprehensive Cancer Center - Charité – Universitätsmedizin Berlin

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